Geschichte

Die Vorläufer der heutigen Schützenvereine sind in den meisten Fällen die Kriegervereinigungen, die nach dem Krieg 1870/71 landesweit einen erheblichen Aufschwung erfahren durften. So auch die beiden Kriegervereine der damaligen Gemeinden Unter- und Oberurbach. Der Kriegerverein Unterbrach wurde, laut noch erhaltener und zwischenzeitlich renovierter Fahne nach 1879 gegründet, während der Militärverein Oberurbach erst 1882 ins Leben gerufen wurde, was das Bilddokument vom 11.08.1907 an dem das 25.jährige Jubiläum gefeiert wurde belegt.

Beide Kriegervereine wurden 1945 von den Besatzern aufgelöst. Aber der Grundgedanke des Schießsports verschwand nie aus den Köpfen einiger begeisterter "Schützen", die dann 16 Jahre nach Kriegsende wieder einen Neuanfang wagten und die Neugründung eines Schießsport-Vereines vorantrieben. Am 06. Januar 1961 fanden sich 19 schießsportbegeistere Männer zur Gründungsversammlung der heutigen Schützengilde Urbach e.V. zusammen und meldeten den Verein beim Amtsgericht Schorndorf an.


Wie alles begann

Die Schützengilde e.V. wurde 1961 im damaligen Unterurbach gegründet. Nach Erhalt des jetzigen Geländes in den Birken, einiger Umbauzeit des alten Gebäudes, dem Einbau von Kleinkaliber-Bahnen und Luftgewehrständen, wurde das "alte" Vereinsheim 1966 mit einem Einweihungsschießen eröffnet.

In den 70er wurde das Gebäude um einen 25 Meter Pistolenstand mit 5 Ständen erweitert.


Einweihung 1966

Nach 3 Jahren harten Arbeitseinsatzes ist es unseren Altvorderen gelungen mit dem wenigen Geld, dass zur Verfügung stand etwas Großartiges auf die Beine zu stellen. Das neue Vereinsheim der Schützengilde war fertig und konnte eingeweiht werden. 1966 wurde das Schützenhaus feierlich mit einem Einweihungsschießen eröffnet. Noch heute erinnert die große Ehrenscheibe am Stammtisch an dieses große Ereignis in der Geschichte der Schützengilde Urbach e.V.


In den 70er - 80er

Die 70er und 80er Jahre waren für die SGU die Zeit des sozialen und sportlichen Aufstiegs. Diese bewegten Zeiten drücken sich auch aus, durch öfters wechselnde Vorsitzende und ihre Gefolgsleute. Dem Einsatz dieser Vorsitzenden und ihrer Helfer ist es zu verdanken, dass der Verein ständig wuchs und in dieser Zeit zu einem renommierten Verein herangewachsen war.

In den 80er Jahren war dem damaligen Vorsitzenden ein Anliegen, den Verein in der Öffentlichkeit besser präsentieren zu können. Zu diesem Zwecke wurden neue Schützenanzüge angeschafft und paar Jahre später für die Anschaffung einer eigenen Vereinsfahne, die dann stolz zum 25. Jubiläum der SGU 1986 präsentiert werden konnte.


In den 90 er und 2000er

Unter neuer Vereinsführung begann bei der SGU die Renovierung von Ständen und Anlagen, die nach der langen Zeit renovierungsbedürftig waren. Die Blendenanlagen aller Stände wurden erneuert, die jetzige Außenanlage wurde angelegt, das Vereinsheim vom eigenen Brunnenwasser auf Gemeindewasser umgestellt, der Schützengarten mit Strom und Wasser versorgt usw. Anknüpfend an die langwierige Renovierungsarbeiten legte die damalige Vorstandschaft Wert auf die Vergrößerung der Gaststätte und der Küche. Nach langen Kontroversen gelang der Durchbruch zum Anbau an das alte Gebäude mit einer Überdachung der Luftgewehrbahn. 1999 konnte das neue Vereinsheim eingeweiht und wieder seiner Bestimmung übergeben werden.


2000er bis heute

2015 wurde der 25 Meter Stand auf die Anforderungen des BdMP (Mehrdistanz) umgebaut. Dadurch versprach man sich im sportlichen Bereich wieder Zulauf von neuen Schützen, die an diesen Disziplinen interessiert waren. Die zeitgleiche anstehende Regelüberprüfung der Schießstände durch die Behörden ergab einen großen Renovierungsbedarf der Kugelfänge am 25 Meter und am 50 Meter Stand. Der 25 Meter Stand wurde im Oktober 2016 und der 50 Meter Stand Anfang 2017 behördlich abgenommen. Der Umbau hat sich gelohnt, denn die Mitgliederzahlen stiegen wieder deutlich an.